Helmut Blöcker

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Asse-Atommüll und Bohlweg-Feinstaub

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Was hat das Chaos um das Versuchsbergwerk und Atom-Versuchsendlager Asse 2 mit dem innerstädtischen Feinstaub-Problem zum Beispiel am Braunschweiger Bohlweg zu tun? In beiden Fällen wollen offensichtlich die Verantwortlichen nicht ihre Pflicht tun. Ihre Pflicht kann nur aus dem folgenden Dreiklang bestehen: Messen, Bewerten, Entscheiden.

Dementsprechend fordern die beiden grünen Landtagsabgeordneten Heinen-Kljajic und Wenzel nur Selbstverständliches. Sie wollen, dass in der für sehr Viele verwirrenden Situation gemessen wird, was es in ausgewählten Atommülltonnen für Material gibt und wie stark dieses strahlt, um damit den Weg zu einer fundierten Bewertung und Entscheidungsfindung zu eröffnen. Mit diesem Gedanken können sich anscheinend einige Verantwortliche nicht anfreunden.

Ebenso blockierte die CDU/FDP-Mehrheit des Landtages noch im Juni 2008 die Messung von Feinstaub an einem der größten städtischen Feinstaub-Brennpunkte, dem Bohlweg. Der dafür vorgesehene Messcontainer wurde 2005 abtransportiert und tauchte später in Celle wieder auf.

Der geneigte Wähler mag seine Schlüsse daraus ziehen, wenn trotz Vermittlung von naturwissenschaftlichem Denken, etwa im Rahmen von „Stadt der Wissenschaft“, manche Politiker grundlegende menschliche Logik vergewaltigen wollen.


 

Spruch des Tages

„Man darf die Kurpfuscher des Neoliberalismus nicht zu den Vertrauensärzten von heute und morgen machen.“ - Heiner Geißler, CDU
„Die größte Gefahr in Zeiten der Veränderung ist nicht die Veränderung an sich, sondern das Handeln mit der Logik von gestern.“
Peter F. Drucker, Ökonom