Audi-Chef Rupert Stadler wird zum Klimaschutz so zitiert: „Wir sind keine Sozialstation, wir sind ein Wirtschaftsunternehmen.“ - Spricht er nur aus, was alle anderen deutschen Autobosse denken?
Manche fangen eben noch nicht einmal an zu überlegen, wenn selbst der konservative Bundespräsident Horst Köhler die deutsche Autoindustrie mahnt, mehr für den Klimaschutz zu tun. Dabei gehört es eigentlich zum guten Ton in Deutschland, von Sozialer Marktwirtschaft zu sprechen. Aber heute geht es um weit mehr, als um sozial-orientierte Verteilung witschaftlicher Gewinne zwischen „oben“ und „unten“.
Klimaschutz ist ein globales Problem, das vor allem uns Deutsche angeht, weil wir pro Kopf unrühmliche Weltmeister im Kohlendioxid-Ausstoß sind und weil sich weltweit Viele an deutscher Technik und Wirtschaftskraft orientieren. So ist es schlimm, wenn deutsche Autos immer noch fast nur mit Merkmalen wie Kraft, Höchstgeschwindigkeit und Beschleunigung beworben werden. Hier muss die Toyota-Hybrid-Lektion endlich gelernt werden. Technik-Entwicklung und Werbegelder müssen schleunigst umgelenkt werden. Es muss als richtig und auch als „cool“ beworben werden, wenn Autos umweltfreundlich sind. Nicht nur für Nischenprodukte wie den 3L-Lupo. Wir Autofahrer wollen stolz darauf sein, dass alle unsere deutschen Autos in puncto Klimafreundlichkeit weltweit an der Spitze liegen. Ist dies nicht bald zu erkennen, so werden sich immer mehr treue Käufer auch von Produkten der Firmen VW oder Audi abwenden. Die Bild-Zeitung hat es mit ihrer Massen-Verlosungsaktion von Toyota Prius vorgemacht.
Bevor Sie in die deutsche Automobilgeschichte als einer der letzten Dinosaurier eingehen, Herr Stadler, steuern Sie jetzt radikal um. Dann klappt’s auch wieder mit dem Lob vom Bundespräsidenten!









