Die Lobby der Atomkraftbefürworter hat viel Geld, viel Macht, aber keine ehrlichen Argumente. Hier sind sechs Lügen der Lobbyisten, wie sie immer wieder in Medien und Politik auftauchen:
1. „Laufzeitverlängerungen von Atomkraftwerken machen Strom billiger.“ Stimmt, nämlich nach Berechnungen von Experten um ca. 50 Cent pro Haushalt und Monat. Aber schon ab Einsatz nur einer Energiesparlampe kann jeder Haushalt mehr als diese 50 Cent sparen. Außerdem sind die Preise für Atomstrom unfair kalkuliert. Milliardenschwere Subventionen wurden bereits vom Steuerzahler bezahlt, und die Endlagerkosten sind nicht realistisch eingepreist (sogenannte "externe Kosten").
2. „Bei Atomstromerzeugung entsteht kein CO2.“ Falsch, denn es entsteht mehr CO2 als bei Wind- und Sonnenenergie. Am dreckigsten sind Kohlekraftwerke, von denen die Energiemonopolisten viele neue bauen wollen. Ist denen also Vermeidung von Klimagasen doch nicht so wichtig?
3. „Atomstrom ist sicher.“ Falsch. Tschernobyl, viele Beinahe-Katastrophen und etliche Störfälle beweisen das Gegenteil. Kein AKW kann gegen Terrorismus (z.B. willkürliche Flugzeugabstürze) ausreichend gesichert werden. Atomwaffenfähiges Material kann in „Schurken-Staaten“ geraten. Die notwendige Lagerung abgebrannter Brennstäbe für Tausende von Jahren ist weltweit ungeklärt. Der Probelauf für das deutsche Endlager Gorleben sollte bei uns hinter der Haustür, in der Asse geschehen… und ist jämmerlich gescheitert (siehe Tagespresse!!).
4. „Ohne Atomstrom müssen wir Strom teuer importieren. Es entsteht eine Stromlücke“ Falsch. Selbst als im letzten Jahr mehrere AKWs durch Störfälle ausfielen, hat Deutschland genau zu dieser Zeit netto immer noch Strom exportiert. Schon über die letzten Jahre stieg der Zuwachs an Strom aus „Erneuerbaren Energien“ stärker als für den Atomkonsens zwischen Energieerzeugern und Bundesregierung angenommen. Dadurch erhöhten sich Deutschlands Exportchancen.
5. „Strom aus „Erneuerbaren Energien“ kann nicht Atom- und Kohlestrom zugleich ersetzen.“ Stimmt fürs erste. Aber allein das Potential der Windkraft reicht schon auf Basis existierender Technologie für 30 bis 60 Prozent des deutschen Strombedarfs – auch mit wesentlichem Anteil der sogenannten Grundlast. „Erneuerbare Energien“ müssen ergänzt werden durch staatliche Anreize zur Energieverbrauchsvermeidung (Wärmedämmung, Wärmerückgewinnung, Kraft-Wärme-Kopplung, Verordnungen für die Entwicklung und Produktion ausschließlich sparsamer Geräte und Maschinen) sowie übergangsweise durch eine begrenzte Anzahl neuer Gaskraftwerke.
6. „Uran, Öl und Kohle wird es noch viele Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte geben.“ Mag sein, aber bei gleichem Anstieg des Verbrauchs mit Sicherheit nicht in ausreichenden Mengen und zu akzeptablen Preisen (Förderung wird immer schwieriger, und der Öl-Peak liegt schon hinter uns). Strom aus Erneuerbaren Energien wird dagegen durch technische Entwicklungen immer billiger, bringt Umsatz für Handwerk sowie kleine und mittlere Unternehmen und macht uns unabhängiger von unsicheren ausländischen Energiequellen.









